Was ist Polyester?
Polyester ist ein synthetisches Polymer , das hauptsächlich durch die Reaktion von Ethylenglykol und Terephthalsäure hergestellt wird. Terephthalsäure wird üblicherweise aus fossilen Brennstoffen, vorwiegend Erdöl, gewonnen. Polyester ist ein thermoplastisches Material und äußerst vielseitig einsetzbar. Es findet Verwendung in zahlreichen Branchen, darunter Textil-, Automobil- und Verpackungsindustrie. In der Textilindustrie werden die Fasern häufig mit anderen Materialien wie Baumwolle oder Wolle gemischt, um die Eigenschaften der Stoffe zu verbessern.
Bei der Herstellung von Fasern werden Polymerketten miteinander verflochten und anschließend zu verschiedenen Geweben geformt.
Die so hergestellten Stoffe sind leicht, strapazierfähig und knitterarm, was insbesondere für die Bekleidungsindustrie von Vorteil ist. Polyestergewebe trocknen zudem schnell und behalten ihre Farbe gut, wodurch sie sich ideal für Sportbekleidung, Bademode und Outdoor-Ausrüstung eignen.
Geschichte des Materials
Die Geschichte des Polyesters reicht bis in die späten 1920er Jahre zurück, als Chemiker auf der ganzen Welt begannen, die Möglichkeiten zur Herstellung synthetischer Fasern zu erforschen.
Das amerikanische Chemieunternehmen DuPont experimentierte mit Polyesterderivaten, aber es waren Chemiker des britischen Unternehmens Imperial Chemical Industries (ICI), James Tennant Dickson und John Rex Whinfield, die Anfang der 1940er Jahre erfolgreich Polyethylenterephthalat (PET) herstellten.
Das PET-Patent wurde 1941 registriert, und schon bald stellte sich heraus, dass die daraus hergestellten Fasern extrem haltbar, farbecht und knitterarm waren.
Polyester wurde Ende der 1940er-Jahre erstmals industriell hergestellt, zunächst in Großbritannien, und verbreitete sich schnell weltweit. Das Material erfreute sich rasch großer Beliebtheit, da es eine günstigere, haltbarere und pflegeleichtere Alternative zu Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle bot.
Eigenschaften von Polyestermaterial
Eine gemeinsame Eigenschaft von Polyestern ist ihre hervorragende elektrische und thermische Isolierfähigkeit . Sie besitzen einen hohen Schmelzpunkt und sind sehr beständig gegen Chemikalien und starke Lösungsmittel.
Es ist extrem wasserabweisend, was nicht nur für schnelleres Trocknen sorgt, sondern auch die Fleckenbeständigkeit des Materials erhöht. Zudem zeichnet es sich durch hervorragende Farbechtheit aus: Die leuchtenden Farben des Stoffes bleiben auch nach mehrmaligem Waschen erhalten.
Schwitzen in Polyesterkleidung: die Nachteile von Polyester
Aufgrund der mangelnden Atmungsaktivität schwitzt man darin jedoch leicht, was beim Sport äußerst unangenehm sein und ein Gefühl des Unbehagens hervorrufen kann. Die beim Tragen in die Haut eindringenden Chemikalien sind zudem äußerst schädlich, beispielsweise für das Hormonsystem.
Da sie hitzeempfindlich sind, sollten sie nicht bei Temperaturen über 40 Grad gewaschen werden, da dies das Material beschädigt. Bügeln ist zwar nicht oft nötig, aber Vorsicht ist geboten – bügeln Sie die Kleidung nur auf links.
Polyester und Nachhaltigkeit
Die Herstellung von Polyester hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, da seine wichtigsten Rohstoffe, Ethylenglykol und Terephthalsäure, aus fossilen Brennstoffen , hauptsächlich Erdöl, gewonnen werden.
Die Verarbeitung solcher Rohstoffe und die Herstellung von Polyester erfordern erhebliche Investitionen in Energie, was wesentlich zu Treibhausgasemissionen und zur globalen Erwärmung beiträgt.
Darüber hinaus ist der biologische Abbau von Kunststoffen extrem langsam und dauert Hunderte von Jahren, was eine langfristige Belastung für Mülldeponien und die natürliche Umwelt darstellt.
Eine etwas bessere Lösung zur Reduzierung der Umweltbelastung ist die Verwendung von recyceltem Polyester (rPET). Die zur Herstellung von rPET verwendeten Plastikflaschen und andere Polyesterabfälle werden aufbereitet, wodurch der Bedarf an neuen Rohstoffen und die Treibhausgasemissionen deutlich reduziert werden.
Doch die beim Wäschewaschen freigesetzten Mikrofasern gelangen trotzdem direkt ins Wasser, wo sie nicht nur Ökosysteme verschmutzen, sondern auch in die Nahrungskette gelangen und so Tiere und indirekt auch Menschen gefährden.
Wann sollten wir Kleidung aus Polyester wählen?
Polyester ist eine gute Wahl, wenn Sie ein Kleidungsstück benötigen, das strapazierfähig, schnelltrocknend und leicht zu reinigen ist.
Bei synthetischen Fasern denken wir vielleicht an minderwertiges und sich seltsam anfühlendes Material, aber da die Polyesterverarbeitung immer moderner geworden ist, bieten Kleidungsstücke aus synthetischen Fasern heute ein gewisses Maß an Qualität und Komfort.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass ein Großteil der Polyesterindustrie nicht nach fairen Handelsbedingungen arbeitet und Arbeiter ausbeutet. Darüber hinaus ist das Tragen synthetischer Kleidung langfristig extrem gesundheitsschädlich, da sie bei der Herstellung mit vielen Chemikalien und Farbstoffen vermischt wird, die beim längeren Tragen und Schwitzen über die Haut aufgenommen werden.
Deshalb haben wir uns bei PatentDuo der Herstellung von 100% hochwertiger Sportbekleidung aus Bio-Baumwolle verschrieben, die natürliche Atmungsaktivität, Komfort und hautverträgliches Tragegefühl bietet.
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